Herzlich willkommen

Ich möchte hier berichten über Themen wie Energiearbeit, Reiki, Meditation, Psychologie und menschliches Verhalten und meine "Experimenten" und Erfahrungen dazu.

Ich wünsche Euch interessante Anregungen und freue mich auf nette Kommentare.

Montag, 25. April 2011

Wenn ich mal schlecht drauf bin oder "Werkzeugkasten für gute Laune"

Vielleicht kennst Du das auch. Du bist plötzlich ohne ersichtlichen Grund oder nach einer bestimmten Begegnung schlecht drauf.

Je nach Persönlichkeit und Intensität erlebst Du vielleicht den einen oder anderen hier beschriebenen Zustand: Du könntest heulen. Du fühlst Dich einsam. Du bis total lustlos und hängst den ganzen Tag nur ab und ärgerst Dich am Tagesende, dass der Tag so sinnlos verstrichen ist. Du bist total wütend und kommst da nicht mehr raus und ärgerst Dich über Dich selber weil Du so wütend bist. Deine Gedanken kreisen immer nur um ein Thema, was Dich total aufregt. Du bist verunsichert oder seid überfordert und magst keine Entscheidung treffen.

Und was machst Du dann, um da wieder raus zu kommen? Nichts? Den Tag lang traurig oder muffelig sein oder warten, da die Welt vermutlich morgen wieder besser aussieht? Eine Freundin nach der anderen anrufen und ihr Dein Leid klagen, so dass sie entweder abschaltet oder danach auch schlecht drauf ist?

In solchen Phasen ist es oft schwierig, da wieder raus zu kommen, sich aufzuraffen, etwas zu ändern. Und mal ehlich - manchmal braucht man das auch, einfach so abzuhängen oder mal traurig zu sein. Da merkt man dann, dass doch nicht alles so toll ist, wie man sich allgemein einredet und dass es da noch einiges gibt, was man im Leben noch ändern will oder sollte.

Nun, dieser Zustand, in dem Du bist ist ein Zustand mit zu wenig Energie (Ach nee, hättest Du nicht gedacht, was?). Das Positive an der Erkenntnis ist, dass, wenn man so schnell in einen Zustand mit zu wenig Energie kommen kann, man das auch schnell in die andere Richtung ändern kann - oft ohne großen Aufwand.

Mein Tipp: Überlege Dir vorher, was Du tun kannst, wenn Du in so einem Zustand bist. Leg Dich einen Werkzeugkasten zurecht, aus dem Du Dich bedienen kannst. Dort können Werkzeuge drin sein, die einfach und ohne Aufwand zu benutzen sind, aber auch welche, die etwas mehr Anstrengung benötigen - ganz wie Du es brauchst.

Überleg Dir, was in Dir ein Wohlgefühl, ein Gefühl der Geborgenheit oder unbändiger Freude hervorruft, sobald Du daran denkst oder es tust.

Ich empfehle Dir, auch ein paar einfache Dinge mit aufzunehmen, die verschiedene Sinne ansprechen und die Dein Energielevel automatisch anheben.

Hier ein paar Beispiele für einen Werkzeugkasten
  • Ein schöner Duft, der Dich positiv stimmt. Sei es ein Parfum, ein Duftöl, Räucherstäbchen, frisches Gras, Erde oder was auch immer in Dir positive Gefühle und eine Erinnerung an ein positives Ereignis hervorruft.
  • Musik, die Dich zum Träumen, Singen oder zum Tanzen einlädt. Musik bewirkt oft Wunder, ohne dass wir groß etwas dafür tun müssen. Du solltest vermeiden, Musik auszusuchen, die Dich an traurige oder sehnsüchtige Dinge erinnert - außer Du willst einmal so richtig durch die Traurigkeit durch. Hier meine Lieblings-Meditations-CDs.
  • Ein inspirierendes Hörbuch z.B. über Glück und Lebensfreude oder mit einer schönen Geschichte. Ich liebe z.B. 12 Engel für das Jahr von Anselm Grün oder "Einfach glücklich sein" von Pierre Franck. Hier meine Rezensionen dazu.
  • Bachblüten wie z.B. die Notfalltropfen. Mir haben die schon oft aus wütenden Situationen geholfen. Zuerst war ich wütend, erzählte noch jemandem davon und mitten im Gespräch merkte ich, wie die Wut nur noch eine Geschichte ohne Emotion war und musste über meinen vorherigen Zustand lachen, in dem es nichts Wichtigeres gab als die Wut bzw. die "auslösende Situation".
  • Wenn Du Musik machst, dann ist das auch eine gute Möglichkeit. Schnapp Dir Dein Instrument und Spiele oder Singe, was Dir sonst Spaß macht. Bei schöner Musik ist es schwer, schlecht drauf zu sein. Vielleicht brauchst Du aber auch traurige, sehnsuchtsvolle Musik, um schneller durch den Zustand durchzutauchen.
  • Ein Spaziergang, bei dem Du versuchst, Deine Umgebung neu zu entdecken und ungewohnte Blickwinkel einzunehmen. Der Spaziergang soll Dich möglichst von Deinen Kreisgedanken ablenken. Vielleicht nimmst Du Deinen Fotoapparat mit und fotografierst aus ungewöhnlichen Blickwinkeln z.B. ein einzelnes Blatt in Großaufnahme, ein Blick vom Boden aus über ein Feld, Klingelknöpfe, Fensterbänke, Gullideckel oder was Dir so einfällt und Dich dazu einlädt, die Welt anders zu betrachten.
  • Körperübungen wie Yoga, Bioenergetik, Tanzen, Gymnastik oder Deine Lieblingssportart.
  • Schau Dich lange im Spiegel an. Vielleicht schneidest Du Dir dabei doofe Grimassen als wolltest Du Deine Gefühle am Spiegelbild auslassen. Das kann dazu führen, dass Du irgendwann lachen musst über das Elend, was Dich im Spiegel ansieht und Dich aufraffst, was zu ändern.
  • Ruheübungen wie Atemübungen, Meditation, Progressive Muskelentspannung
  • Leg Dich Schlafen, kuschel Dich ein, nimm Dein Stofftier in den Arm und gib Dich Deiner Situation hin. Das ist manchmal besser als einfach nur so abzuhängen.
  • Schreib Dir einen Brief. Je nach dem, was Dir hilft, schreibe einen Brief, in dem Du gut mit Dir sprichst, Dir deutlich machst, was an Dir und Deinem Leben toll ist und Dir Mut macht oder schreibe einen Brief, mit dem Du Dich in den Hinter trittst oder Dich über Dein selbst kreiertes emotionales "Elend" lustig machst. Ich selber arbeite gerne mit ironischen Elementen, die mich und zum Lachen über mich selber anregen. Diesen Brief kannst Du dann lesen, wenn es Dir schlecht geht. Er wird sicherlich etwas in Dir auslösen und eine Veränderung bewirken.

Wie gesagt, bau Dir Deinen eigenen Werkzeugkasten mit etwas, was Dir helfen kann. Vielleicht schreibst Du die Werkzeuge auf einen kleinen Zettel und bewahrst sie in einer Box oder einem Säckchen auf, was Du an einen sichtbaren Platz tust.
Vielleicht tust Du die Gegenstände, die Dir helfen können auch direkt dort rein. Das Parfum, die Bachblüten, Noten, eine CD, ein Stofftier zum Knuddeln.

Und wenn es Dir schlecht geht, ziehst Du einen Zettel oder schaust Dir durch, was Du machen willst oder erinnerst Dich einfach nur daran, welche Werkzeuge Du im Kasten hast.

Mit der Zeit wirst Du feststellen, welche Werkzeuge effektiv sind und welche nur in postiven Zuständen sinnvoll erschienen, zu denen Du Dich aber nicht aufraffen kannst, wenn es Dir schlecht geht.

Wenn Du magst, berichte doch mal, was Deine effektivsten Werkzeuge sind.

Montag, 24. Januar 2011

Das Leben leben

Ich beschäftige mich gerade mit dem Thema "Sinn einer Krankheit" und "sekundärer Krankheitsgewinn". "Was?", wirst Du jetzt sagen, "Was soll denn eine Krankheit für einen Sinn haben oder etwa noch ein Gewinn sein?".

Viele, die schonmal länger oder schwerer krank waren, machen unbewusst oder bewusst die Erfahrung, das es irgendwie auch etwas Positives hat, krank zu sein. Beispielsweise, weil man umsorgt wird, weil man weniger Verantwortung tragen oder weniger Entscheidungen treffen muss, weil Mensch sich plötzlich kümmern oder zeigen, das man ihnen wichtig ist, weil man einige Dinge nicht mehr tun oder perfekt erledigen muss, weil andere auf einen Rücksicht nehmen.

Die meisten trauen sich nicht, sich das einzugestehen bzw. finden diese Gedanken ganz schrecklich und vielleich hindern sie auch am gesund werden, wenn man sich darin einrichtet.

Oftmals bringt uns eine Krankheit dazu, nochmal anders über das Leben nachzudenken, uns neu auszurichten, uns zu trauen, endlich mal nein zu sagen oder an sich zu denken oder sich etwas Gutes zu tun.

Ich selber habe das zumindest gerade an mir erfahren und ich finde es erstaunlich, welche neuen Erkenntnisse man gewinnen kann, wenn man neugierig ist und sich selbst erforscht. Es ist aus meiner Sicht sehr wichtig, sich nicht in eine Krankheit fallen zu lassen sondern mit und an ihr zu arbeiten - auf welchem Wege auch immer.

Seid neugierig und erforscht die psychologischen und energetischen Ursachen Eurer Krankheit. Hilfestellung dazu gibt es genug. Und manchmal muss man nur ein bißchen tiefer bei sich graben (vielleicht nach einem Impuls aus einem Buch beispielsweise von Rüdiger Dahlke oder Luise L. Hay) und über das Thema sinnieren. Meist kommt man nicht auf den ersten Blick darauf, was auch logisch ist, da man das Thema so weit weggeschoben und tief verbuddelt hat, das es ggf. erstmal total obskur erscheint. Aber es ist wichtig, sich diese Gedanken zu machen um das zugrundelegende Thema aufzulösen.

Man sagt, dass bei einer schweren Erkrankung wie z.B. Krebs ein Schock, ein Trauma ca. 6-18 Monate vor dem Ausbruch der Krankheit vorlag. Also schaut nach, ob es in diesem Zeitraum ein oder mehrere Ereignisse gab, die Euch aus der Bahn geworfen haben oder Euch aus der Bahn geworfen hätten, wenn Ihr es zugelassen hättet.

Aber es muss nicht immer so heftig sein. Es reicht schon, wenn man z.B. jahrelang nur für andere da war, sich immer zurückgenommen oder sich überarbeitet hat, so dass der Körper seine Auszeit fordert.

Ist man krank, sollte man sich fragen:
Was will mir die Krankheit sagen (eigentlich immer, dass ich bislang auf einem falschen, mir nicht gut tuenden Weg bin und etwas ändern sollte)?
Was sollte ich ändern (meist stecken dahinter Dinge wie sich selber mehr lieben, Grenzen aufzeigen, sich entspannen, authentisch sein, seine Meinung sagen)?
Was sollte ich mir endlich mal erlauben?
Was begeistert mich? Worauf sollte ich meinen Fokus richten?

Auch oben angesprochene Gedanken zum sekundären Krankheitsgewinn können einen Wink geben. Wenn ich denke "Oh, irgendwie ist das auch ganz nett, so umsorgt zu werden." dann habe ich vorher vielleicht versucht, immer alles alleine zu machen, keine Hilfe angenommen und nicht gemerkt, dass ich mich auch gerne mal hätte fallen lassen statt immer alles im Griff zu behalten.

Und jetzt frage ich mich, warum die meisten von uns so lange warten, bis eine Krankheit sie zwingt, an sich zu denken und lange aufgeschobene Dinge oder Veränderungen endlich in Angriff zu nehmen? In einer Gesundheitszeitschrift stand dazu, dass es für unser Gehirn anstrengender und ein hoher Energieverbrauch ist, neue Wege zu gehen, so dass es lieber die alten Wege geht und einen kleinen Aufstand macht, wenn man versucht, etwas zu ändern.

Ich kann mir und anderen nur raten und wünschen, regelmäßig nach innen zu horchen, sich um sich selbst zu kümmern, zu erkennen was mit gut tut und dies zu tun und zu erkennen, was oder wer mir nicht gut tut und die Situation zu ändern. Jahrelanges Ignorieren und Durchhalten führen zu Krankheit. Und wenn man dann die Erkenntnis darüber gewonnen und sich geändert hat, fragt man sich, wie man nur so lange so weiter machen konnte und wieviel Zeit man mit seiner eigenen Verdrängungstaktik verloren hat.

Also auf geht`s. Wenn Euch etwas sehr bedrückt, erforscht die Ursache und geht das Thema an. Wartet nicht, bis Ihr krank seid und dazu gezwungen werdet.