In der letzten Zeit habe ich etwas beobachtet, was ich hier niederschreiben möchte
Es gibt Ereignisse, in denen die Menschen sich sehr nahe sind und sich wildfremde Menschen miteinander freuen, feiern, reden oder in den Armen liegen.
Beobachten kann man dies z.B. bei großen Sportveranstaltungen (z.B. der Fußball-WM) oder auch beim diesjährigen Grand Prix. Menschen freuen sich gemeinsam über einen Erfolg für ihre Mannschaft oder für Deutschland und in ihrer Freude lächeln sie den völlig unbekannten Nachbarn an, freuen sich mit ihm, reden ganz vorurteilsfrei mit ihm, sind locker und fröhlich.
Hier würde ich sagen, handeln sie aus ihrem Herzen heraus.
Schon einen Tag später sitzen die Menschen z.B. in der Bahn auf dem Weg ins Büro, machen ein verschlossenes Gesicht, schauen mehr auf den Boden als ihren Nachbarn in die Augen, igeln sich mit ihrem (meist zu lauten) mp3-Player oder hinter einem Buch ein, als wollten sie nicht angesprochen werden und nicht an dem teilnehmen, was um sie rum passiert sondern einfach nur ihre Ruhe haben. Und sie tauchen ein in eine andere Welt.
Oder sie reden mit ihren Freunden und Kollegen über andere "Hast Du den gesehen? Der ist aber ...".
Nanu, sind das noch dieselben Menschen wie am Tag zuvor? Da haben sie sich gemeinsam gefreut, mit vielen anderen und andersartigen Menschen, hatten ein gemeinsames Thema oder Ziel. Aber das hält scheinbar nicht lange.
Ich bin froh, wenn es Menschen gibt, die aufmerksam sind, den anderen ansehen und bemerken, bei Problemen helfen oder auch mal liebevoll andere anlächeln oder nicken, z.B. wenn sich ihnen jemand gegenüber hin setzt.
Und manchmal ergibt sich ein nettes Gespräch, nur, weil ich meinem Gegenüber in die Augen geschaut und ihn angelächelt habe. Manchmal gibt es ein Lächeln zurück und das fühlt sich gut an.
Also, vielleicht einfach mal ausprobieren. Augen auf, den anderen Menschen sehen und nett sein.
0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen